So kreativ sind die Jungfischer?


Phase 20: Spachtel anschleifen

Immer wenn man denkt, man hat es langsam geschafft, gibt es neue Detailarbeiten um ein schöne restauriertes Schiff zu erhalten. 

In diesem Schritt wurden nochmals alle Unebenheiten mit Spachtelamsse aufgefüllt und angeschliffen.

Wichtig: Dies geschieht nur noch von Hand um mit der Schleifmaschine keine neuen Wellen und Unebenheiten einzuarbeiten. Damit man erfolgreich von Hand anschleifen kann ist es von enormer Wichtigkeit den Spachtel hauchdünn abzuziehen und "Hügel" zu vermeiden.



Phase 22, Farbgebung Unterwasserbereich

Am 4.4.2026 war es soweit, die Unterwasserfarbe konnte am Boot aufgetragen werden.



Phase 23:

Start Lackierung Unter-Wasserbereich!

1. Abkleben des U-Wasserbereichs mit Hilfe von Laser und Malerklebeband.

2. Entfeten mit Silikonentferner und dem 2-Tuch Prinzip. Ein Tuch wird mit Silikonentferner getränkt und mit diesem wischt man vorraus. Mit dem 2. trockenen Tuch wird nachgetrocknet um die angelösten Fette aufzusameln. Wichtig: Danach das Boot nicht mehr mit den Fingern oder der Haut berühren, da sonst Fett auf der Oberfläche ist, was die Haftung der späteren Lacke beeinträchtigen würde.

3. Nach dem Entfeten Handschuhe anziehen und ein Staubbindetuch/Honigtuch zur Hand nehmen. Dieses ist Silikonfrei und klebt (beeinflusst Lack-Haftung nicht). Dieses Staubbindetuch hat die Aufgabe den Feinstaub und letzte Staubkörner vor dem Lack zu entfernen.

4. Start mit Wasserdampfsperrschicht Grundierung VC-TAR2. Zuerst Härter und Basis sauber aufmischen, Jomponente in Mischbecher geben gut durchrühren bis keine Schlieren mehr vorhanden sind, dann Mischung 15min stehen lassen, schliesslich kann das Produkt verwendett werden.

5. Lack in Farbwanne geben und mit Rolle und Pinsel (Wichtig: Lösemittelbeständig) gleichmässig auftragen. Vermeiden von Tränen oder Gardinen (herunterlaufen des Lacks). 

6. Bei 15 Grad 3h antrocknen lassen, dann nächste Schicht VC-TAR2 nach gleichem Vorgehen und wieder bei 15 Gradmind. 3h antrocknen lassen. Bei letzter Schicht VC-TAR2 bei 15 Grad mind. 6h warten und max. 12h warten.

7. Auftragen von Antifouling: Aufrühren der Basiskomponente und in Mischbecher geben anschliessend Komponente B in Puderform unter stänfigem rühren beigeben. Dann 5min szehen lassen, anschliessend in Farbwanne geben, Produkt ist nun verarbeitungsfähig und kann wieder mit Rolle und Pinsel aufgetragen werden. Bei 15 Grad kann bereits nach 1.5h die nächste Antifouling Schicht rüber. Das Antifouling hat den Zweck das Boot vor Schleim, Algen, Muscheln und anderem Bewuchs zu schützen.





Immer dabei - mein eLastentransporter von «Aureus»

Für den Werkzeug- und Material-Transport nutze ich mein stabiles und schnelles 45-eBike der Marke «Aureus». «Aureus» ist eine Schweizer eBike-Manufaktur aus Luzern.



Phase 24: Danke an die Sponsoren

Vielen Dank für die Unterstützung an Sascha Frank und das Team vom Petri Point in Sursee.

https://www.petri-point.ch/


Die Bootssattlerei Bärtschi hat mich mit Beratung und der Bootsplache unterstützt. Vielen Dank.

https://www.sattlereibertschi.ch/


Ein grosser Dank an alle "WeMakeIt"-Unterstützer/innen, die mit Ihrem Beitrag einen grossen Teil der Kosten dieses Projektes finanziert haben.



Phase 25: Dankesschreiben von Silvan

Silvan weiss was sich gehört. Jeder Unterstützer/Sponsor hat von ihm eine toll gestaltete Karte als Dank erhalten. Diese Karte hat uns sehr gefreut!



Phase 26: Oberwasserbereich/Freibord

Nachdem der Unterwasserbereich fertig lackiert war konnte ich mich dem Oberwasserbereich/Freibord widmen. Als erstes musste ich aber das gesammte klebeband, sowie alle Abdeckungen entfernen. Hierbei kam die gestochen scharfe Kanten zum Hervorschein, saiberes und genaues Arbeiten hat sich wieder ausgezahlt. 


Danach musste ich das Klebeband so anbringen das ich den Oberwasserbereich lackieren konnte. Zusätzlich schützte ich das Antifouling noch vor Farbspritzern mittels Malerfolie. Anschliessend konnte ich die Epifanes Epoxidgrundierung aufrühren und anmischen. Dann lackierte ich das Freibord zwei Mal, dazwischen musste ich bei 15 Grad mindestens 12 Stunden warten. Nachdem die Epifanes Epoxidgrundierung aufgetragen war musste ich nach der letzten Schicht nach mindestens 12 Stunden einen Zwischenschliff mit der Körnung 150 von Hand vornehmen. Dies hat einerseits den Hintergrund das somit eine ideale Haftung für den Schlusslack gewährleistet werden kann und die Optik andererseits deutlich schöner wird.



Phase 27: Schlusslack Epifanes 2K PU DD

Als die Epoxidgrundierung angschliffen war musste ich den Staub absaugen und den Feinstaub wieder mit einem Staubbindetuch entfernen. Danach konnte ich den Epifanes 2K PU DD ( Poly-Urethanes Desmodur/Desmophen, 2 Komponenten Lack) anmischen. Hierbei ging ich gleich wie bei der Epoxidgrundierung vor. Anschliessend trug ich den Schlusslack auch wieder auf. Beim Schlusslack trug ich auch wieder 2 Schichten auf, musste aber den 2. Anstrich zwischen 24 und 48 Stunden bei 20 Grad vornehmen.



Phase 28: Reling

Nachdem das Boot aussen komplett fertig lackiert war und auch wieder um 180 Grad gedreht war widmete ich mich der Reling. Zuerst musste ich diese und alle darunterliegenden Laminate wieder mit dem zwei-Tuch Prinzip entfetten. Danach mischte ich wieder den 2K Epoxidspachtel an und trug ihn nur punktuell bei den Laminaten auf. Anschliessend liess ich diesen bei 20 Grad für 9 Stunden trocknen. Am nächsten Tag schliff ich den Spachtel dann mit der Körnung 150 von Hand an.



Phase 29: Epifanes Epoxidgrundierung auf der Reling

Als der Spachtel wider angeschliffen war saugte ich den Staub wieder ab und entfettete die gesamte Reling innen, oben und aussen nochmals mit Silikonentferner. Danach klebte ich den unter der Reling liegende Innenraum und die Aussenwand mit Malerfolie ab. Nun konnte ich die Epifanes Epoxidgrundierung wieder anmischen und auftrgen. Nach 12 Stunden bei 15 Grad konnte ich die nächste Schicht auftragen und nach erneuten 12 Stunden den Zwischenschliff mit der Körnung 150 vornehmen.



Phase 30. Reling Schlusslack fertig lackieren

Als erstes saugte ich wieder den Staub von der Reling weg und entfettete diese.

Dann mischte ich den Epifanes 2K PU DD Schlusslack in Hellgrau an und trug diesen auf. Nach 24 Stunden bei 20 Grad konnte ich nochmals eine Schicht auftragen. Danach war die Lackierung offiziell abgeschlossen.

Das Boot sieht wie neu aus!



Phase 31, Diverse Transporte

Jungfischer Silvan beendet langsam sein Bootsprojekt.
Nun muss das Boot zur

• Schulausstellung in Malters
  17.6.2026, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
  Schulhaus Mooshof,
  Bitte "Blaue Zone"-Parkplätze neben Schulhaus neutzen

• zum Arbeitsort

• zur Bootssattlerei Bärtschi in Bätterkinden und

• an den Sempachersee zur Einwasserug transportiert werden.

Fischerfreunde wie Kurt B. helfen grosszügig – vielen Dank Kurt, nun kann Silvan sein Boot an die verschiedenen Orte transportieren!



Phase 32, Innenausbau mit Siebdruckplatten

Nachdem die Lackierung abgeschlossen war, widmete ich mich dem Innenausbau des Bootes und fertigte die drei neuen Sitzbänke an. Ich entschied mich dafür, sämtliche Bänke bzw. Abdeckungen aus Siebdruckplatten (umgangssprachlich auch LKW-Platten genannt) herzustellen. Dieses Material ist durch seine spezielle Beschichtung besonders witterungsbeständig, wasserfest und langlebig und eignet sich daher hervorragend für den Einsatz im Bootsbau. Als Sohn eines Schreiners war die Materialbeschaffung glücklicherweise unkompliziert.

 

Als erstes baute ich die neue hintere Sitzbank. Diese besteht aus einer 12 mm starken Siebdruckplatte und verfügt über eine Abtrennung, damit die vier Schwimmwesten sauber und sicher verstaut werden können.

 

Anschliessend fertigte ich die Abdeckung für die mittlere Bank an. Da diese aus einer Kunststoffkiste besteht, musste ich zusätzlich einen passgenauen Deckel aussägen.

 

Zum Schluss baute ich die vorderste Sitzbank komplett neu und entsorgte die alte GFK-Bank, da sie beschädigt, unansehnlich und nicht mehr stabil war. Zunächst stellte ich mir einen improvisierten Distanzanreisser her. Mit diesem konnte ich die unregelmässige Innenform des Bootsrumpfes auf Karton übertragen und daraus Schablonen anfertigen. Diese Schablonen übertrug ich anschliessend auf die Siebdruckplatten und sägte die einzelnen Bauteile mit der Stichsäge sowie der Schienenfräse aus. Diesen Vorgang musste ich insgesamt dreimal mit unterschiedlichen Schablonen wiederholen.

 

Der zeitaufwendigste Teil begann jedoch erst danach. Trotz der sorgfältig angefertigten Schablonen passten die Platten zunächst nicht exakt. Deshalb waren zahlreiche Anpassungen mit dem Elektrohobel und der Stichsäge erforderlich, bis alle Teile sauber an der Bootsinnenwand anlagen.

 

Nachdem alle Bauteile perfekt passten, rundete ich sämtliche Kanten der Sitzflächen sorgfältig mit Schleifpapier ab, um Verletzungsgefahren zu vermeiden und eine angenehmere Haptik zu erreichen.

 

Anschliessend versiegelte ich alle unbeschichteten Holzflächen, insbesondere die Schnittkanten, mit 1K-Bootsklarlack. Dadurch wird verhindert, dass Feuchtigkeit in das Holz eindringt und es langfristig beschädigt.

 

Zum Abschluss montierte ich alle drei Bänke mit Bootsklebemasse sowie Edelstahlschrauben dauerhaft im Boot.



Phase 33, Beschriftung

Phase 31: Beschriftung

 

Mit dem umfangreichen Umbau sollte das Boot auch einen neuen Namen erhalten. Der bisherige Name „Siesta“ gefiel mir nicht mehr und passte aus meiner Sicht nicht zum neu restaurierten Boot. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich deshalb für den Namen „Helvetia“.

 

Zunächst erstellte ich am Computer verschiedene Entwürfe für die Beschriftung. Nachdem ich mich für ein Design entschieden hatte, wurde dieses mit einem Schneidplotter aus spezieller Plotterfolie ausgeschnitten. Anschliessend brachte ich den Schriftzug sorgfältig am Bug auf der Steuerbordseite an.

 

Mit der neuen Beschriftung erhielt das Boot seinen letzten optischen Feinschliff und war damit äusserlich vollständig fertiggestellt.



Phase 34, Montage der Beschläge

Nachdem das Boot beschriftet worden war, begann die Montage der neuen sowie der wiederverwendeten Beschläge.

 

Als erstes montierte ich sämtliche Augenbolzen. Dazu bohrte ich jeweils zwei parallel verlaufende Löcher im passenden Abstand. Anschliessend brachte ich Sikaflex 291i, eine speziell für den Bootsbereich entwickelte Dicht- und Klebemasse, in die Bohrlöcher ein. Dadurch werden die Bohrungen zuverlässig gegen eindringendes Wasser abgedichtet. Danach führte ich die Augenbolzen durch die Bohrungen und befestigte sie mit Sicherungs- und Hutmuttern.

 

Im nächsten Schritt montierte ich die Blachenpins, an denen später die Riemen der Bootsblache befestigt werden. Anschliessend folgten die Ankerwinde sowie die Umlenkrolle für das Ankerseil.

 

Zum Abschluss befestigte ich die acht Taschen (Federstahlhalterungen) für die spätere Bootsblache. Damit waren praktisch alle Beschläge montiert.

 

Lediglich die Ruderbuchsen sowie die dazugehörigen Inox-U-Profile fehlten zu diesem Zeitpunkt noch. Diese mussten zunächst von einem Metallbauer nach meinen Massangaben angefertigt werden, bevor sie montiert werden konnten.



Phase 35, Projektausstellung in Malters

www


Fragen an Silvan

Eure Fragen zum Projekt könnt Ihr Silvan über das Formular stellen.   


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Petri-Heil wünscht euch

 

Fischerverein Sempachersee | 6207 Nottwil

[email protected] | www.fv-sempachersee.ch


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